Im September 2018 hat die SBB den Gemeinden die Möglichkeit gegeben, bis Ende 2018 an das Projekt Brüttenertunnel Qualitätsanforderungen zu formulieren.  Sie sind in diesem ausführlichen Gemeinderatsbeschluss festgehalten. Mit einem  Masterplan – einer zukunftsgerichteten Vision –  für unsere Ortsmitte hat diese reaktive Antwort herzlich wenig zu tun. Mit Ausnahme dessen, das der Gemeinderat nun von „Stadträumen“ spricht, die „mit hoher Qualität angestrebt werden und zukunftskompatible Lösungen bieten sollen“.  Netz Dietlikon bleibt bei der Findung von konkreten  „zukunftskompatiblen Lösungen“  dran und hat zu Handen der  dann vielleicht doch noch stattfindenden Masterplanung unserer Ortsmitte  das „Y“ in’s Spiel gebracht: Ein unterirdischer Kreisel (siehe Graphik unten). Hier finden Sie das Mail an die Gemeinde und hier die Antwort der Gemeinde.

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Und so funktioniert das  „Y / Kreisel Faisswiesen“:  Als Ersatz des Bahnüberganges ist vom Gemeinderat und der SBB ein Bahndammdurchstich geplant, der die Faisswiesenstrasse mit der Bahnhofstrasse verbindet. Diese Idee stammt aus den 1980er-Jahren, deshalb endet die Faiswiesenstrasse abrupt im 90-Grad-Winkel am Bahndamm. Indes: Heutige Verkehrsplaner leiten den Verkehr nach Möglichkeit nicht mehr mitten durchs Dorf. Dies ist auch hier möglich: Mit einem Abzweiger Richtung Hofwiesen und/ oder Riedmühlesstrasse. Im Idealfall geschieht dies mit einem unterirdischen Kreisel, wie dies beispielsweise beim (heute MIV-verkehrsfreien)  Bahnhof Frauenfeld realisiert wurde.  Der Vorschlag des „Y“ wird aktuell auch durch Vertreter des  gid und der glp  in die „Steuergruppe Masterplanung “ der Gemeinde eingebracht.

 


1 Comment

Amadeus von Arb · 26. Mai 2019 at 12:41

Es wäre durchaus logisch, den Verkehr über verschiedene Strassen durchs Dorf zu führen. Ist aber eher kontraproduktiv, weil die Bahnhofstraße bisher den Hauptverkehr abgeführt hat und eine Verteilung eher zusätzliche Unfallrisiken birgt. Jede Gemeinde möchte durchgehenden Verkehr auf Umfahrungen. bringen und den eigenen Verkehr unterirdisch auf die Hautverkehrsachsen bringen. Vernunft scheint mir die beste Lösung zu sein. Die Kosten für gewünschte Massnahmen müssen auch im Auge behalten werden.

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