Juli  2018

Der schleichende Tod der Meinungsfreiheit

Wenn Menschen sachlich und vernünftig formulierte Meinungen nicht ertragen und deswegen in einen Zustand glühenden Moralisierens verfallen, liegt es nicht am Absender, sondern am Empfänger: Diese Leute sind zu reizbar, zu sensibel, zu anmassend, zu wenig tolerant. Sie nehmen für sich in Anspruch, die einzig richtige Meinung zu besitzen und ihre Wahrheit allen anderen aufdrängen zu müssen. Welt-Chefredakteur Ulf Poschardt formuliert es so: «Der Thron, von dem herab sie über Andersdenkende urteilen, wächst in den Himmel.»

Zum ganzen Artikel von Tamara Wernli in der Basler Zeitung online.


Januar 2018

Netzdemokratie – Die Stunde der Laien

„Eliten leben davon, dass sie etwas wissen oder können, das die Menge nicht weiß und nicht kann – noch besser etwas, das die Menge zum Staunen bringt, etwas Geheimes, Geheimnisumwobenes, Sakrales. Die Abwehr neuer Medientechniken entspringt der Sorge um Ruhe und Ordnung – und der Angst der Elite, die Gesellschaft aus der Kontrolle zu verlieren.“

Zum ganzen Artikel von Ludwig Hasler, Philosoph und Publizist aus Zollikon in der Zeit online


November 2017

Fördert Bürgerbeteiligung die Akzeptanz von Planungsprozessen und -ergebnissen?

„Auf Seiten der Experten und Entscheidern bedeutet dies einen Bruch mit immer noch vorhandenen Wahrnehmung der Bürger als Störgrößen in einem sachbezogenen Planungs- und Entscheidungsprozess.
Politische Beteiligung ist eine Humanressource, die den politischen Prozess um spezifische Wahrnehmungen und Kompetenzen anreichert und die Problemsicht der derzeit den Planungsprozess beherrschenden Akteure ergänzt.
Auf Seiten der Bürger bedarf es ebenfalls einer veränderten Sicht. Politische Entscheidungsträger sind keine abgehobene politische Klasse, sondern die gewählten Repräsentanten der politischen Gemeinschaft, die man allerdings gelegentlich sehr bestimmt an diese Tatsache erinnern muss.“

Zum ganzen  Artikel von Prof. Dr. Oscar Gabriel, Universität Stuttgart