Jetzt wird’s ernst: Die Rechnungslegung der Gemeinde soll die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage den tatsächlichen Verhältnissen entsprechend darstellen. Alle Gemeinden in der Schweiz  –  die Gemeinde Dietlkon ab 2019 – stellen dazu auf HRM2; das Harmonisierte Rechnungsmodell 2, um.

    • Einführung einer Anlagebuchhaltung und Abschreibung der Anlagen im Verwaltungsvermögen nach betriebswirtschaftlicher Nutzungsdauer
    • Neuer Kontenplan und eine angepasste funktionale Gliederung
    • Gestufter Erfolgsausweis
    • Konsolidierte Betrachtungsweise
    • Geldflussrechnung
    • Erweiterung des Anhangs zur Jahresrechnung (Eigenkapitalnachweis, Rückstellungsspiegel, Beteiligungs- und Gewährleistungsspiegel, Anlagespiegel)
    • Finanzkennzahlen, Hier gibt es verschiedene Prioritäten, höchste Priorität haben Nettoverschuldungsquotient, Selbstfinanzierungsgrad und Zinsbelastungsanteil. Mit dem HRM2 werden vor allem folgende Neuerungen eingeführt

Das neue Rechnungslegungsmodell nähert sich somit der Privatwirtschaft an und wird damit ein wirksameres Arbeitsinstrument für die Behörden und die Verwaltung.

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Plötzlich reich dank HRM2

Ein wichtiger, erster Schritt in der Umstellung ist die Neubewertung für die Anlagebuchhaltung, das sogenannte Restatement. Ein beleuchtender und weiterführender Artikel des Kommunalmagazins „Plötzlich reich dank HRM2“ findest du hier, mit einem sehr fundierten, eingebetteten Artikel des Tagi, auch zum „Wunder von Winterthur“.  Beispiel-Graphik aus dem Artikel:

https://files.newsnetz.ch/upload//9/6/96848.jpg

Die Werke Dietlikon  haben diese Neubewertung/ Anlagebuchhaltung  bereits durchgeführt/ eingeführt. Neu zu bewerten sind aber auch

  • das Finanzvermögen,
  • die Rückstellungen
  • die Rechnungsabgrenzungen
  • Und als Spezialfall: Das Verwaltungsvermögen  kann, muss aber nicht, neu bewertet werden.

(Im Verwaltungsvermögen (VV) führt die Gemeinde  Vermögensgegenstände, die unmittelbar der öffentlichen Leistungserfüllung dienen, z.B. Schulhäuser oder Altersheime. Vermögensgegenstände, die für die öffentliche Leistungserbringung nicht zwingend notwendig sind und mit denen «kaufmännisch gearbeitet werden kann», sind dem Finanzvermögen zuzuschlagen. Beispiele hierfür sind Bauland ohne strategische Bedeutung oder aber Wohnbauten.)

An der Budgetgemeindeversammlung vom 4. Dezember 2017 hat die Gemeindeversammlung auf Antrag des Gemeinderates unter der Führung von Edith Zuber (SVP) der Aufwertung zugestimmt.